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Ostergrillen: Sauerländer Wildhase

Ob nun die Zubereitung im Dutch Oven noch als "Grillen" zu bezeichnen ist, darüber kann man natürlich streiten. Hilfreiche Ergänzung für den DO: Eine Platte aus Vermilite2000 - damit kann der DO bequem auf jedem Tisch benutzt werden. Ich habe die Platte noch um ein paar Füße aus Edelstahlschrauben ergänzt. Die seitlichen Griffe haben leider nicht gehalten, aber das tut der prinzipiellen Funktion keinen Abbruch.

Da die beiden Hasen gemeinsam doch etwas groß für einen DO waren, mußte spontan noch ein weiterer her. Nach einem kleinen 2-Personen-DO mit 3 Litern und einem größeren DO 6 QT mit knapp 6 Litern ergänzt nun ein DO 12 QT mit guten 11 Litern die Sammlung. Der Neuzugang hat auch Füße am Deckel, so dass man diesen als Pfanne benutzen könnte - das wird noch getestet ;)

Die Zubereitung des Hasen ist nach Art eines Schmorbratens. Glücklicherweise waren die Tiere schon zerlegt. Die Vorderläufe werden später als Hasenpfeffer zubereitet, so dass hier nur die Keulen und der Rücken verwendet wird. Die Teile werden mit Salz und Pfeffer bestreut und über Nacht gebeizt in Rotwein mit einem guten Schuß Cognac und Zwiebeln. Am nächsten Vormittag dann die Stücke scharf anbraten, ebenso Wurzelgemüse (Kartotte, Lauch, Petersilienwurzel), bevor alles in den Dutch Oven kommt.
Praktisches weiteres Gerät zum Anbraten der diversen Teile ist die geschmiedete Eisenpfanne von Turk aus Meinerzhagen. Natürlich könnte man die Sachen auch im DO anbraten, aber das hätte einfach zu lange gedauert.
Danach wird das Ganze mit Brühe, Rotwein, Tomatenmark abgelöscht und weitere Gewürze hinzugegeben (Wacholderbeeren, Nelke, Lorbeerblätter, Zimt, Knoblauch) und für eine gute Stunde oder eineinhalb im DO geschmort. Etwas weniger Brekkies als nach der üblichen Berechnung (Anzahl = Volumen in Litern mal 4) haben gut gepaßt.

Als Beilage das bereits erprobte Kartoffelgratin und als Vorspeise Tomate-Speck-Ei.... lecker !