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Nach dem Verlust meiner kleinen und etwas altersschwachen Infinity-Frontsysteme (zu laute Musik ist doch nicht gut *g*) mußte etwas neues her.

Da es etwas ausgefallenes, pegelfestes und optisch ansprechendes sein sollte, grenzte sich die Auswahl relativ schnell der Exklusivität wegen auf ein Breitbandsystem ein. Nachdem mir aber die meisten Horn-Bauvorschläge aus optischen Gründen nicht so sehr zusagten (große Hornöffnung vorne, relativ gedrungene Proportionen), kam ich irgendwann auf Bert Doppenbergs Singular: Mit 27cm Breite und 113cm Höhe eine sehr schlanke Form, jedoch breit genug, um einen kräftigen 20cm-Treiber aufzunehmen. Mit 60 cm ungewöhnlich tief, das sind Hörner aber im Allgemeinen, dafür aber die Hornöffnung auf der Rückseite (OK, genaugenommen ist es keine reine Hornkonstruktion, aber darüber sollen sich die Gelehrten streiten).

Mit etwas handwerklichem Geschick und exakten Mdf-Zuschnitten ist der Zusammenbau kein Problem und auch vom Preis her liegt man mit dem Fostex FE206 und allen Teilen bei insgesamt nur 160 EUR je Box (bei 21mm Mdf für den Korpus und Birke-Multiplex für die Front)... Freaks geben alleine für ihre Lautsprecherkabel mehr Geld aus ;-)

Empfehlenswert für die Singular ist in jedem Fall noch ein Korrekturnetzwerk bestehend aus jeweils einer Spule mit 1,2mH, einem 22ohm Widerstand und einem 470 nanoFarat Kondensator parallel zwischen Lautsprecher und Verstärker. Für evtl. Modifikationen optimalerweise außerhalb des eigentlichen Gehäuses, denn den Widerstand kann man variieren.
Und wer es gerne etwas basskräftiger mag, braucht noch einen (aktiven) Subwoofer. Ich betreibe die Singular mit einem Yamaha YST-SW150, der gerade bei geringeren Lautstärken gut im Tieftonbereich aushelfen kann, wenn es laut wird, kann der vom Pegel her allerdings bei weitem nicht mehr mithalten.